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Bayerische Energietage am Kraftwerk Feldheim
(Bild: LEW)

Pressemitteilung

Bayerische Energietage: Großes Interesse an Wasserkraft in Feldheim

Die LEW zeigte beim Energietag, wie Wasserkraft klimafreundliche Energieversorgung, Grundwasserverfügbarkeit und Klimaanpassung miteinander verbindet.

Wasserkraft liefert am unteren Lech nicht nur erneuerbaren Strom. Die Stützschwellenkraftwerke tragen zugleich dazu bei, den Grundwasserspiegel zu stabilisieren und damit die Wasserverfügbarkeit für Landwirtschaft und Natur zu sichern. Wie Energieerzeugung und wasserwirtschaftlicher Nutzen Hand in Hand gehen, zeigte die LEW beim Energietag an der Lechstaustufe Feldheim im Rahmen der Bayerischen Energietage.

Unter dem Motto „Energiewende vor Ort erleben“ öffnete die LEW das Kraftwerk Feldheim für Besucherinnen und Besucher. Bei Fachvorträgen und Führungen erhielten die Gäste Einblicke in das Stützschwellenkraftwerk, seine Bedeutung für den regionalen Wasserhaushalt sowie das neu errichtete naturnahe Umgehungsgewässer mit Auwaldbewässerung. Dabei wurde deutlich: Moderne Wasserkraft verbindet klimafreundliche Energieerzeugung mit wichtigen wasserwirtschaftlichen und ökologischen Funktionen. Sie trägt dazu bei, den Wasserhaushalt zu stabilisieren, Lebensräume zu sichern und die Region widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Walter Albrecht, Leiter Kommunalmanagement der LEW, begrüßte die Gäste. In ihren Grußworten betonten Leonhard Schwab, Erster Bürgermeister der Gemeinde Genderkingen, und Manuel Paula, Zweiter Bürgermeister der Stadt Rain, die Bedeutung des Lechs und seiner wasserwirtschaftlichen Infrastruktur für die Entwicklung in der Region.

Wasserrückhalt wird zur Zukunftsfrage für die Landwirtschaft
Ely Eibisch, stellvertretender Präsident des Schwäbischen Bauernverbandes, beleuchtete die Entwicklung des unteren Lechs aus Sicht der Landwirtschaft. Angesichts zunehmender Trockenperioden werde Wasserrückhalt zu einer zentralen Zukunftsfrage für landwirtschaftliche Betriebe.

„Die Wasserkraft bedeutet immer einen Rückstau in einem Fließgewässer. Das erfüllt zwei wesentliche Aufgaben: Wasserrückhalt und Grundwasserneubildung. Beides sind wichtige, wenn nicht sogar die wichtigsten Aufgaben, um die Landwirtschaft auch in Zukunft mit ausreichend Wasser versorgen zu können. Wasserkraft ist zugleich eine erneuerbare Energie ohne CO₂-Ausstoß – und damit eine Lösung für die Aufgabenstellung der Zukunft“, sagte Ely Eibisch.

Heute wichtiger denn je: Stützschwellenkraftwerke sichern Wasser, Energie und Lebensräume
Ralf Klocke, Leiter Asset Management bei LEW Wasserkraft, erläuterte die Bedeutung der Stützschwellenkraftwerke am unteren Lech. Die Anlagen wurden vor mehr als 60 Jahren als Teil eines wasserwirtschaftlichen Sanierungskonzepts errichtet, um die Flusssohle zu stabilisieren und den Grundwasserhaushalt langfristig zu sichern. Und bis heute tragen die Kraftwerke neben der Stromerzeugung zur Wasserverfügbarkeit für Landwirtschaft, Natur und öffentliche Wasserversorgung bei. Dieser wasserwirtschaftliche Zusatznutzen der Wasserkraft besteht seit ihrer Errichtung und ist angesichts zunehmender Wetterextreme und längerer Trockenphasen heute wichtiger denn je.

"Das Stützschwellenkraftwerk Feldheim am Lech steht beispielhaft für die Mehrfachfunktion moderner Wasserkraft. Neben der klimafreundlichen Stromerzeugung sichern die Stützschwellenkraftwerke den Hochwasserschutz, stabile Grundwasserverhältnisse, die landwirtschaftliche Nutzung der Talauen und eine leistungsfähige Wasserversorgung – auch mit Bedeutung für Nordbayern. Wasserkraft verbindet Energieerzeugung mit Wasserwirtschaft und Klimaanpassung. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Reduzierung und stärkt die Resilienz des Lechtals gegenüber den Folgen des Klimawandels. Unsere Wasserkraftanlagen sind deshalb weit mehr als Kraftwerke – sie sind ein wichtiger Teil der Lösung für eine sichere Energie- und Wasserversorgung sowie für einen wirksamen Klimaschutz", so Klocke.

Auch aus Sicht des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ist die Wasserkraft ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Dr. Stephan Pflugbeil, Referatsleiter Grundsatzfragen erneuerbare Energien und Wasserkraft, betonte: „Die Wasserkraft ist ein zentraler Bestandteil der bayerischen Energieversorgung. Mit einem Anteil von 22 Prozent im Jahr 2024 an der Bruttostromerzeugung ist sie nach der Photovoltaik mit 29 Prozent die zweitwichtigste heimische erneuerbare Energieform. Das Stützschwellenkraftwerk Feldheim ist ein Musterbeispiel für die rund 3.800 Wasserkraftanlagen, die über ganz Bayern verteilt 'quasi grundlastfähig' rund um die Uhr und über das ganze Jahr zuverlässig Strom liefern. Sie sind damit eine tragende Säule der Energiewende und ein Garant für regionale Wertschöpfung.“

Neue Lebensräume für Fische und Auwald
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das neu geschaffene Umgehungsgewässer. Es ermöglicht Fischen und anderen Wasserlebewesen, die Staustufe zu passieren, und verbessert damit die ökologische Durchgängigkeit des Lechs. Gleichzeitig unterstützt die zusätzliche Auwaldbewässerung angrenzende Auwaldflächen und trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume langfristig zu erhalten.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Wasserkraft am unteren Lech weit mehr ist als Stromerzeugung. Die Stützschwellenkraftwerke verbinden erneuerbare Energie, Wasserwirtschaft und ökologische Entwicklung und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Region – aus der Region, für die Region.

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Über die LEW
Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. 2026 feiern die Lechwerke ihr 125-jähriges Bestehen. Der Grundstein für das Unternehmen und die Stromversorgung der Region wurde 1901 mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen gelegt. Diese Herkunft prägt das Unternehmen bis heute: Verantwortung übernehmen, Stabilität gewährleisten und die Energiezukunft der Region gestalten.

Heute versorgt die LEW Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und bietet ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt LEW zudem Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Das Unternehmen betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.

www.lew.de

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