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Historische Aufnahme der Maschinenhalle im Wasserkraftwerks Gersthofen
Die Maschinenhalle des Wasserkraftwerks Gersthofen im Jahr 1901: Hier lief am 2. Oktober die Stromerzeugung an. (Foto-Download und Bildnachweis unten)

Pressemitteilung —

Beginn eines neuen Zeitalters: Heute vor 125 Jahren lief im Wasserkraftwerk Gersthofen die Stromerzeugung an

Der 2. Oktober 1901 ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Region: Das LEW-Wasserkraftwerk Gersthofen nahm den Betrieb auf und lieferte erstmals Strom. Damit begann die Elektrifizierung der gesamten Region. Das Datum markiert auch die Geburtsstunde des regionalen Energieunternehmens LEW. Heute zählt die Region im Südwesten Bayerns zu den Gebieten mit der höchsten Dichte an Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Nach nur drei Jahren Bauzeit war es soweit: In dem im imposanten Historismus-Stil erbauten Wasserkraftwerk Gersthofen liefen die großen Francis-Turbinen an und trieben Gleichstromdynamos sowie einen Drehstromgenerator für die Stromerzeugung an. Der Beginn eines neuen Zeitalters in der Region: Elektrizität stand erstmals in größerem Umfang zur Verfügung. Die erzeugte Energie diente zum einen der Versorgung einer nahegelegenen Chemiefabrik sowie zum anderen der Versorgung von Haushalten und kleinen Betrieben mit elektrischem Licht und Kraftstrom. Auch mit der Stadt Augsburg waren bereits Verträge unterschrieben zur Lieferung elektrischer Energie. Schon ein Jahr später gab es in Augsburg rund 650 Stromabnehmer. Durch Überlandleitungen wurden auch die Gemeinden Gersthofen, Oberhausen, Lechhausen und Friedberg mit Strom versorgt. Die Nachfrage nach dem neuen Energieträger war enorm: 1907 ging in Langweid ein weiteres Wasserkraftwerk in Betrieb. 1914 folgte die erste Überlandleitung nach Memmingen. Die Elektrifizierung der Region nahm weiter rasch Fahrt auf. Sie war und ist ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung.

Historische Aufnahme des Wasserkraftwerks Gersthofen.
Historische Aufnahme des Wasserkraftwerks Gersthofen.

Region heute vorn dabei bei erneuerbaren Energien
125 Jahre später läuft die Energiewende in der Region auf Hochtouren: Das Stromverteilnetz des LEW-Tochterunternehmens LVN ist mittlerweile rund 37.000 Kilometer lang. Mehr als 165.000 Anlagen speisen Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz ein. Eine so hohe Dichte gibt es in nur wenigen anderen Gebieten in Deutschland. Und der Umbau des Energiesystems läuft weiter auf Hochtouren – mit weiteren PV-Anlagen, Batteriespeichern und auch Windkraft. Verbraucher und Unternehmen nutzen zunehmend neue Energielösungen. Mit Wärmepumpen und Elektroautos wird Strom zunehmend auch bei der Heizung und im Verkehr wichtiger Energieträger. Und im Wasserkraftwerk Gersthofen wird bis heute Strom für die Region erzeugt.

Wasserkraftwerk Gersthofen
Im Wasserkraftwerk Gersthofen wird auch heute noch Strom aus erneuerbarer Energie erzeugt.

125 Jahre: Blick zurück und nach vorne
Die LEW begeht dieses 125-jährige Jubiläum mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen. Unter anderem ist eine Ausstellung geplant, die in verschiedenen Städten und Gemeinden der Region Station machen wird. Sie macht noch einmal deutlich, wie eng die Elektrifizierung und die Entwicklung der Region verzahnt sind. Thema ist auch, welche große Bedeutung das starke Energiesystem für die weitere Zukunft hat.
Informationen und Videos zur Entwicklung der Energieversorgung in der Region in den letzten 125 Jahren gibt es auf der Website www.fuerdich.lew.de/125-jahre

Ausflugstipp:
Das Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk Langweid informiert über die Bedeutung des Lechs und der Wasserkraft für die Region. Es befindet sich im historischen Wasserkraftwerk Langweid, das seit 1907 Strom produziert und bis heute Energie für die Region liefert. Das Kraftwerk – ein Historismusbau mit einer begehbaren historischen Turbinenkammer – ist das „Hauptexponat“ des Museums. Das Wasserkraftwerk in Langweid ist mit den Kraftwerken in Gersthofen und Meitingen Teil des Augsburger Wassermanagement-Systems in der UNESCO-Welterbeliste.
Das Lechmuseum Bayern hat jeden 1. Sonntag im Monat von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass findet um 17 Uhr statt. Die nächste Öffnung ist am Sonntag, den 4. Oktober.

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Über die LEW

Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. Unter der Marke LEW werden Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom versorgt. Die LEW bietet zudem ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz (LVN) betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist die LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt die LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.

www.lew.de 

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