Pressemitteilung —
Umweltminister Glauber bei der LEW: Wasserkraft ist ein wichtiger Baustein für Bayerns Energiezukunft
Ein starkes Signal für die Wasserkraft in Bayern: Am Lech wird sichtbar, wie sich Energieversorgung, Naturschutz und Klimaanpassung miteinander verbinden lassen. Bei einer Veranstaltung der LEW mit dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, stand genau dieses Zusammenspiel im Mittelpunkt – praxisnah, konkret und im Austausch mit den beteiligten Akteuren. Mit seiner Teilnahme unterstrich der Minister die Bedeutung der Wasserkraft im Freistaat.
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Fischerei, Wissenschaft und Energiewirtschaft nutzten die Gelegenheit, sich bei einer Exkursion vor Ort ein Bild davon zu machen, wie durch gezielte Wasserführung und die Entwicklung von Seitengewässern neue Lebensräume entstehen. Beim anschließenden Austausch im historischen Dampfkraftwerk Gersthofen wurde diese Perspektive vertieft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die unterschiedlichen Anforderungen an den Fluss angesichts des Klimawandels nachhaltig in Einklang bringen lassen.
Politischer Rahmen: Klare Ziele für die Wasserkraft in Bayern
Mit der Erneuerbare-Energien-Strategie als Teil des Energieplans Bayern 2040 hat der Freistaat den Rahmen für die Transformation des Energiesystems gesetzt. Die Wasserkraft spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie erneuerbare Stromerzeugung mit Versorgungssicherheit und Systemstabilität verbindet.
Die angestrebte Steigerung der Stromerzeugung um rund eine Terawattstunde pro Jahr verdeutlicht den politischen Anspruch. Entscheidend ist jedoch, wie sich dieses Ziel an den Flüssen konkret umsetzen lässt. Am Lech wird deutlich, dass es dabei nicht um ein Gegeneinander von Energie und Ökologie geht, sondern um Lösungen, die beides zusammen denken.
Lebensraum Lech: Wasser intelligent nutzen und Flusslandschaft weiterentwickeln
Ein Beispiel dafür ist der Lech im Bereich des Lechkanals. Die Flusssohle ist stabil, die Gewässerstruktur gewachsen und vielfältig ausgebildet. Kiesbänke und strukturreiche Uferbereiche bieten geschützten Arten wertvolle Lebensräume und tragen zur ökologischen Qualität des Flusses bei.
Grundlage dafür ist ein systemischer Ansatz: Seit rund drei Jahrzehnten wird Wasser gezielt aus dem Lechkanal in die Auen geleitet und in Seitengewässern genutzt. So ist ein Netz stabiler Lebensräume entstanden, das den Flussraum ergänzt und gleichzeitig seine Funktionen für Energieversorgung und Hochwasserschutz erhält.
Diese Seitenarme leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung. Sie bieten Rückzugsräume für Fische bei Hitze und schützen empfindliche Entwicklungsphasen bei Hochwasser. Damit zeigt sich: Klimaanpassung ist integraler Bestandteil eines modernen Wassermanagements.
Dialog als Grundlage: Verantwortung gemeinsam tragen
Im Austausch der beteiligten Akteure wurde deutlich, dass die Weiterentwicklung des Lechs nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Perspektiven gelingen kann. Für die LEW ist dieser Dialog Teil eines langfristigen Auftrags: Seit 125 Jahren betreiben sie Wasserkraft am Lech und sorgen verlässlich für erneuerbare Stromversorgung – verbunden mit Verantwortung für Hochwasserschutz und den nachhaltigen Umgang mit dem Flussraum.
Diese Verantwortung bleibt auch künftig bestehen. Der Blick auf den Lech zeigt: Wasserkraft, ökologische Entwicklung und Klimaanpassung müssen kein Widerspruch sein – entscheidend ist, sie im Zusammenhang zu denken.
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STATEMENTS
Thorsten Glauber, Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, MdL
“Das LEW-Kraftwerk Gersthofen erzeugt seit 125 Jahren regenerativen Strom. Wasserkraft ist ein wichtiger Baustein für Bayerns Energiezukunft. Bayerns Wasserkraftwerke erzeugen zuverlässig heimischen Strom und tragen zur Versorgungssicherheit bei. Jede regenerativ und lokal erzeugte Kilowattstunde Strom stärkt den Wirtschaftsstandort Bayern, schafft Arbeitsplätze und erhält Wohlstand.“
Dietrich Gemmel, Vorstand LEW AG
„Am Lech erleben wir seit 125 Jahren, wie eng Flussraum und Energieversorgung miteinander verbunden sind. Diese Erfahrung prägt unseren Blick auf den Fluss und die unterschiedlichen Anforderungen, die heute an ihn gestellt werden. Genau darin liegt die Aufgabe: nicht Interessen gegeneinanderzustellen, sondern Interessen in ein tragfähiges Gleichgewicht zu bringen. Der Lech zeigt schon heute, dass das möglich ist – wenn man den Fluss als Ganzes versteht und Lösungen entwickelt, die langfristig Stabilität für das Energiesystem, für die Natur und für die Menschen in der Region schaffen.“
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Über die LEW
Die Lechwerke sind als regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns tätig. 2026 feiern die Lechwerke das 125-jährige Bestehen. Der Grundstein für das Unternehmen und die Stromversorgung der Region wurde 1901 mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks in Gersthofen gelegt. Die Herkunft prägt das Unternehmen bis heute: Verantwortung übernehmen, Stabilität gewährleisten und Energiezukunft gestalten.
Heute werden unter der Marke LEW Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom versorgt. Die LEW bietet zudem ein breites Angebot an Energielösungen. Das Tochterunternehmen LEW Verteilnetz (LVN) betreibt das Stromverteilnetz in der Region. Mit 36 betriebsgeführten Wasserkraftwerken ist die LEW einer der führenden Erzeuger von umweltfreundlicher Energie aus Wasserkraft in Bayern. In eigenen Anlagen auf Freiflächen und Gebäuden erzeugt die LEW auch Strom aus Photovoltaik. Außerdem bietet die LEW Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Netz- und Anlagenbau, Energieerzeugung, Elektromobilität und Telekommunikation an. Die LEW betreibt ein eigenes, über 9.000 Kilometer langes Glasfasernetz in der Region.
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