Pressemitteilung -
Die Lechwerke investieren so viel wie noch nie in die Energiezukunft der Region – Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen
- Investitionen von rund 281 Millionen Euro – höchster Wert der Unternehmensgeschichte
- Ausbau von Stromnetz, erneuerbaren Energien und Glasfasernetz
- Über 120 Millionen Euro Aufträge an Unternehmen der Region
- Erweitertes Produktportfolio für alle Kundengruppen
Die Lechwerke setzen in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ihren Investitionskurs für die Energiezukunft im Südwesten Bayerns fort: Mit rund 281 Millionen Euro investierte das Energieunternehmen im Geschäftsjahr 2025 so viel wie noch nie zuvor. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Digitalisierung des regionalen Stromverteilnetzes sowie auf der Erweiterung des eigenen Glasfasernetzes. Damit schaffen die Lechwerke die Voraussetzungen dafür, dass der Umbau des regionalen Energiesystems in Richtung Klimaneutralität weiter vorangehen kann.
„Immer mehr dezentrale Erzeugungsanlagen, Speicher und flexible Verbrauchseinrichtungen prägen die Energieversorgung in unserer Region“, sagt Vorstandsmitglied Malte Sunderkötter. „Damit steigen die Anforderungen an Netze, Infrastruktur und digitale Steuerung. Mit unseren Investitionen machen wir die Region fit für das Energiesystem der Zukunft.“
„Die Lechwerke verfügen über eine starke wirtschaftliche Basis und eine integrierte Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette – das gibt uns die wirtschaftliche Kraft, die Energieversorgung unserer Region zuverlässig und nachhaltig weiterzuentwickeln. Grün, regional, digital sind dabei unsere strategischen Leitplanken“, sagt Vorstandsmitglied Dietrich Gemmel.
Investitionsschwerpunkt bleibt das regionale Stromverteilnetz
Der größte Teil der Investitionen floss auch im Geschäftsjahr 2025 in den Ausbau und die Modernisierung des regionalen Stromverteilnetzes. Dieses bildet die zentrale Plattform für die Integration erneuerbarer Energien und ist damit eine Schlüsselkomponente für den Umbau des Energiesystems im Südwesten Bayerns.
„Der Umbau unseres Energiesystems erfordert enorme Investitionen in Netze und Infrastruktur“, sagt Malte Sunderkötter. „Dafür brauchen wir Planungssicherheit für Investitionen, praktikable Regeln für innovative Netzlösungen und eine faire Finanzierung der Infrastruktur.“
In den vergangenen Jahren haben die Lechwerke ihre Investitionen deutlich erhöht. Innerhalb von fünf Jahren haben sich die jährlichen Investitionen mehr als verdoppelt. Bis 2030 planen die Lechwerke derzeit mit Investitionen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro. Beim Ausbau der Netzinfrastruktur setzt das Unternehmen auf ein erfahrenes Team vor Ort, enge Partnerschaften mit regionalen Dienstleistern und eine verlässliche Lieferkette in enger Zusammenarbeit mit dem E.ON-Konzern. Mit einem neuen Logistikzentrum in Augsburg schafft die LEW Verteilnetz (LVN) zusätzliche Lager- und Versorgungskapazitäten und stärkt damit zugleich die Resilienz der regionalen Energieinfrastruktur.
Stabile wirtschaftliche Entwicklung
Nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erzielten die Lechwerke im Geschäftsjahr 2025 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 199 Millionen Euro[1]. Damit bewegt sich das Ergebnis trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds weiterhin auf einem hohen Niveau.
Der bereinigte[2] handelsrechtliche Jahresüberschuss der Lechwerke AG betrug rund 108 Millionen Euro. Auf dieser Grundlage werden Vorstand und Aufsichtsrat der im Mai stattfindenden Hauptversammlung der Lechwerke AG eine Dividende von 2,80 Euro je Stückaktie vorschlagen.
Starker Partner für Wirtschaft und Beschäftigung in der Region
Die Lechwerke sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Südwesten Bayerns. Zum Jahresende 2025 beschäftigte das Unternehmen 2.222 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt damit zu den großen Arbeitgebern der Region.
Auch die heimische Wirtschaft profitiert von den Investitionen der Lechwerke: Aufträge im Umfang von rund 123 Millionen Euro gingen im vergangenen Jahr an Unternehmen und Dienstleister aus der Region. Damit stärken die Investitionen der Lechwerke nicht nur die Energieinfrastruktur, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Südwesten Bayerns.
Energielösungen für Unternehmen, Kommunen und Privatkunden
Die Lechwerke entwickeln ihr Angebot an Energielösungen kontinuierlich weiter und unterstützen Kundinnen und Kunden aus Wirtschaft, Kommunen und Privathaushalten bei der Transformation des Energiesystems. Das Portfolio reicht von Photovoltaiklösungen, Batteriespeichern und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität über Wärmelösungen bis hin zu digitalen Dienstleistungen rund um Energie und Infrastruktur. Damit schaffen die Lechwerke praxisnahe Lösungen, die Energieeffizienz steigern, Kosten planbarer machen und den Weg zur Klimaneutralität erleichtern.
„Die Energiewende betrifft alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb entwickeln wir Lösungen, die Energie, Infrastruktur und Digitalisierung intelligent miteinander verbinden und unseren Kundinnen und Kunden konkrete Vorteile bieten“, sagt Dietrich Gemmel.
Weiterhin hohe Dynamik beim Ausbau erneuerbarer Energien
Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Südwesten Bayerns schreitet weiter voran. Im Netzgebiet der LVN speisen inzwischen rund 140.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 4,5 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien ein. Damit gehört das Netzgebiet der LVN zu den Regionen mit der höchsten Anlagendichte in Deutschland. „Mit dem starken Ausbau erneuerbarer Energien wächst auch die Verantwortung, das Energiesystem stabil und effizient zu steuern“, sagt Malte Sunderkötter. „Unser Ziel ist es, dieses System so weiterzuentwickeln, dass regionale Erzeugung, Netze, Speicher und Verbrauch optimal zusammenspielen.“
Parallel dazu wächst der Ausbau von Batteriespeichern deutlich. Die Lechwerke arbeiten daran, Speicher so in die Infrastruktur einzubinden, dass sie im Zusammenspiel von Erzeugung, Netz und Verbrauch einen optimalen Beitrag zu einem stabilen und effizienten Energiesystem leisten. Mit der sogenannten Einspeisesteckdose hat die LEW Verteilnetz in Balzhausen zudem ein innovatives Konzept in Betrieb genommen, das den Anschluss erneuerbarer Anlagen an das Stromnetz deutlich vereinfacht und effizienter macht.
Auch die eigenen Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bauen die Lechwerke weiter aus. Das bislang größte Photovoltaikprojekt des Unternehmens entsteht derzeit in Daiting im Landkreis Donau-Ries. Auf rund 22 Hektar Fläche werden künftig knapp 40.000 Module eine Leistung von 24 Megawatt erzeugen. Der dort produzierte Solarstrom kann über sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) langfristig an Unternehmen vermarktet werden. Diese sichern sich damit regional erzeugten Ökostrom zu einem festen Preis, verbessern ihre CO₂-Bilanz und schützen sich zugleich vor schwankenden Strompreisen – ohne selbst in eine eigene Erzeugungsanlage investieren zu müssen.
Neben dem Ausbau neuer erneuerbarer Anlagen bleibt auch die Wasserkraft eine tragende Säule der regionalen Energieerzeugung. Mit 36 Wasserkraftwerken in der Betriebsführung zählen die Lechwerke zu den führenden Betreibern in Bayern und entwickeln diese Technologie kontinuierlich weiter.
Digitalisierung als zentraler Baustein
Die Digitalisierung ist ein entscheidender Baustein für den Umbau des Energiesystems. Sie ermöglicht eine präzisere Steuerung von Erzeugung, Netzen, Speichern und Verbrauch. Allein im Jahr 2025 installierte die LVN rund 300 digitale Ortsnetzstationen. Parallel dazu läuft der Rollout intelligenter Messsysteme – die gesetzliche Einbauquote von 20 Prozent der Pflichteinbaufälle wurde bei der LVN bereits im Sommer 2025 deutlich vorzeitig erreicht.
Auch beim Ausbau digitaler Infrastruktur engagieren sich die Lechwerke im Südwesten Bayerns. Über ihr wachsendes Glasfasernetz bieten sie Internet- und Telekommunikationslösungen für Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen an. Dazu gehören leistungsfähige Breitbandanschlüsse, Datenverbindungen für Unternehmen sowie Angebote rund um Internet und Telefonie. Mit dem LEW Green Data Center betreiben die Lechwerke in Augsburg ein leistungsfähiges Rechenzentrum für Unternehmen und Institutionen. Es bietet hochverfügbare IT-Infrastruktur, skalierbare Kapazitäten und eine besonders energieeffiziente Betriebsweise. Damit stärken die Lechwerke den Digitalstandort Bayerisch-Schwaben und verbinden Energiewende und Digitalisierung.
Unterstützung für Kommunen bei der Wärmewende
Besonders für Städte und Gemeinden gewinnt die Wärmewende zunehmend an Bedeutung. Die Lechwerke unterstützen Kommunen dabei mit fachlicher Expertise und konkreten Lösungen – von der kommunalen Wärmeplanung über die Bewertung technischer Optionen bis hin zur Umsetzung. Dabei analysieren die Lechwerke gemeinsam mit den Kommunen die lokalen Rahmenbedingungen und entwickeln Konzepte, wie sich erneuerbare Energien, Wärmenetze und andere Technologien sinnvoll in bestehende Versorgungsstrukturen integrieren lassen.
Ziel ist es, tragfähige und wirtschaftliche Lösungen für eine langfristig klimafreundliche Wärmeversorgung vor Ort zu schaffen. So können Städte und Gemeinden frühzeitig klären, welche Technologien und Infrastruktur für ihre zukünftige Wärmeversorgung geeignet sind und welche Schritte für die Umsetzung notwendig sind.
Ausblick auf Geschäftsjahr 2026
Bei planmäßigem Geschäftsverlauf wird für die Lechwerke AG für das Geschäftsjahr 2026 beim bereinigten[2] Jahresüberschuss nach HGB erneut ein Ergebnis in der Bandbreite von 100 bis 120 Millionen Euro erwartet. Unter Berücksichtigung der Finanzierung des anstehenden Netzausbaus streben die Lechwerke eine Dividende in der Größenordnung des Vorjahres an. Die Dividendenprognose basiert auf der Annahme, dass die wirtschaftlichen, gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und Anforderungen den künftigen Geschäftsverlauf bzw. die für Dividendenauszahlungen verfügbaren Mittel nicht negativ beeinflussen werden.
[1] Zahlen der Lechwerke, die in den E.ON-Konzernabschluss einbezogen werden
[2] Jahresüberschuss nach HGB bereinigt um die Marktbewertung der zur Sicherung der Pensionsrückstellungen gebildeten Contractual Trust Arrangements (CTA) aus der Lechwerke AG und aus deren CTA-Gesellschaften
Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Managements und anderen derzeit verfügbaren Informationen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche oder energierechtliche Regelungen, sowie andere Faktoren. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes Unternehmen beabsichtigt oder übernimmt eine Verpflichtung, die in diesem Dokument enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.